Neurron

Bring-Your-Own-Controller

 

Neurron, ein webbasiertes Multiplayer-Spiel für bis zu acht Personen, bei dem die Spieler/innen ihre eigenen Smartphones als Spielcontroller nutzen, ist das Ergebnis eines Gruppenprojektes von Bachelor-Studierenden. Während die Spieler/innen das Geschehen gemeinsam wie bei einer klassischen Spielekonsole auf einem großen Screen verfolgen, entfällt hier der althergebrachte, üblicherweise zur Konsole gehörende Controller. Bei ihrem virtuellen Flug durch einen dunklen Tunnel versuchen die Spieler/innen, Hindernissen auszuweichen, Punkte zu sammeln

Bild des Charakterdesign

Charakterdesign.

und mit ihrem Team einen neuen Highscore zu erzielen – und steuern ihre Spielzüge im Sinne des Bring-Your-Own-Device-Prinzips mit ihren Smartphones.

Durch den Einsatz von Webtechnologien entfällt die Notwendigkeit einer Spiel-Installation. Um das Spiel zu starten, müssen die Teilnehmenden lediglich mit dem Browser des Screens zur Neurron-Website navigieren. Über den angezeigten QR-Code können sie sich unkompliziert für eine Spielsitzung registrieren. Die Spielfiguren lassen sich wiederum durch Swipe-Gesten direkt über den Smartphone-Browser steuern. Abgesehen von einem Computer mit Bildschirm und den mobilen Geräten benötigt das Spiel keine weitere Hard- und Software. Dies erlaubt einen problemlosen sowie weitestgehend ortsungebundenen Aufbau und Einstieg ins Spielerlebnis.

Ein Hauptaugenmerk im Projekt galt der Frage, ob der Spielfluss von den bei der Kommunikation zwischen Smartphone, externem Server und Display entstehenden Latenzen behindert wird. Die Problematik besteht vor allem in der drahtlosen Anbindung des Smartphones durch WLAN oder mobiles Internet sowie in dem verlängerten Übertragungsweg, der durch die Verwendung eines externen Servers als Vermittler entsteht. Im Ergebnis hat sich herausgestellt, dass die dabei auftretenden Latenzen zwar durchaus wahrnehmbar, für den Spielfluss jedoch nicht nachhaltig störend sind. Durch eine direkte Kommunikation zwischen Screen und Smartphone-Controllern – beispielsweise mittels des zum Zeitpunkt der Entwicklung noch nicht verfügbaren WebRTC-Standards – ließe sich diese Situation verbessern. So könnte auf den vermittelnden Server verzichtet und dadurch Verbindungsweg sowie Latenz verringert werden.