IMI-Showtime SoSe 2017

Was?
Am Ende jedes Semesters stellen die Studierenden
des internationale Studienganges Medieninformatik (IMI)
ihre erbrachten Leistungen im Zuge der Praxisprojekte auf der Showtime vor.
Creative Media hat auch dieses Semester wieder Projekte betreut, darunter ein Bachelor- sowie zwei Masterprojekte.

Warum?
Neben vielen anderen Praxisprojekten, beschäftigten sich die betreuten Projekte zum Einen mit Netzwerktechnologien und Sensordatenauswertung und zum Anderen mit Crowd-Simulation.

Bachelorprojekt „Visualisierung von Sensordaten“
Das Bachelorprojekt entwickelte eine Lösung namens Sensor 4.0 zur Visualisierung von Sensordaten im industriellen Kontext.
Zur beispielhaften Anwendung wurde Sensoren (z.B. Lichtsensor, Entfernungssensor) an Raspberry-Pi Einplatinencomputer angeschlossen
und anschließen mitsamt ihren Sensordaten in einer zentralen Datenbank registriert.
Die Erkennung des jeweiligen Akteurs (dies könnte z.B. eine Bewässerungsanlage oder ein Server sein) wird via QR-Code oder optischer Mustererkennung realisiert. Dabei kann der Benutzer sich aktuelle und historische Sensordaten direkt auf seinem Gerät (Tablet oder Smartphone) darstellen lassen. Das System warnt auch bei kritischen Sensorwerten, ob ein Eingriff seitens des Anwenders von Nöten ist. Sensor 4.0 kann die Wartung und Instandhaltung industrieller Anlagen deutlich vereinfachen und humanisieren.

Masterprojekt „Happening“
Das Masterprojekt Happening beschäftigte sich mit der Implementierung eines Network-SDKs, welches via Bluetooth 2.0 EDR (Enhanced Data Rate) in Kombination mit Bluetooth 4.0 Low Energy den Zusammenschluss beliebig vieler Bluetooth-Geräte in einem großen Meshed-Netzwerk ermöglicht. Eine Master/Slave Aufteilung wurde bewusst vermieden. Darüber hinaus wurde ein Simulationssoftware programmiert, mit der sich das Protokoll unter verschiedensten Einflussfaktoren virtuell testen lässt. Das Routing der Netwerkpakete wurde über eine Adaption des B.A.T.M.A.N Algorithmus realisiert. Happening wird erfolgreich in einem weiteren IMI-Praxisprojekt namens Alive als Multiplayerspielelösung eingesetzt.

Masterprojekt „Poking Tiny People“
Agenten basierte Crowd-Simulationen waren das Ziel des Masterprojektes Poking Tiny People. Crowd-Simulationen sind beispielsweise für Massenveranstaltungen oder bei Bauwerken ein wichtiges Planungsmittel. Auf einem Multitouchtisch können eigene Level frei designed werden. Die Bedienung erfolgt dabei durch selbst kreierte Marker (produziert mit einem 3D Drucker), welche vom Tisch erkannt werden, sehr haptisch und intuitiv. Ausgänge, Feuer, und Hindernisse in Form von Wänden und Hindernissen (Pflanzen, Stühlen, Tische) werden einfach platziert. Anschließend werden Personen (Agenten) im Level verteilt. Dabei wurde zwischen zwei Agententypen unterschieden: Agenten die sich nur Gruppen in der Nähe anschließen, aber nicht autark zum Ausgang finden, sowie aktive Agenten, die via Pathfinding-Algorithmen (A-Stern) die Ausgänge ansteuern und dabei den Kontakt mit Feuerobjekten tunlichst vermeiden. Das Feuer (hier als Sinnbild einer möglichen Gefahrenquelle) kann dabei auch während der Simulation frei bewegt werden und somit den Ablauf der Simulation live beeinflussen.

Wo?
HTW Berlin – FKI (Gebäude H)
Forschungs- & Weiterbildungszentrum für Kultur und Informatik
Ernst-Ziesel-Straße
12459 Berlin

Wann?
28. Juli 2017
10 – 18 Uhr